Die Profis

Für die Konzertreihe mit Musik von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel konnten zehn professionelle Sängerinnen und Sänger gewonnen werden, die einerseits in die Rolle der Solisten schlüpfen, andererseits aber auch Teil des Ensembles werden. Hier erfahren Sie mehr über die Profis.

Die Solisten

Lena Kiepenheuer (Sopran I)

Die Sopranistin Lena Kiepenheuer aus Zürich studierte Gesang an der Hochschule für Musik in Basel bei Marcel Boone und setzte ihre Studien privat in Amsterdam bei Valérie Guillorit fort. Sie ist in der Schweiz und in Deutschland regelmässig als Sängerin zu hören: Ebenso wie dem klassischen Konzertrepertoire, widmet sie sich Zeitgenössischen Werken und neuem Musiktheater. Zu ihrem Repertoire zählen u.a. c-Moll Messe, Matthäuspassion, Die Schöpfung, Schönbergs Pierrot Lunaire, Berios Sequenza III. Im Sommer 2014 war sie an der Biennale für Neues Musiktheater am Konzert Theater Bern zu hören. 2013 gastierte sie als Solistin am Davosfestival mit einer Uraufführung von Balz Trümpy. Sie ist Mitglied des larynx Vokalensembles und des origen Ensemble.
Des Weiteren besuchte sie Meisterkurse bei Margreet Honig, Yvonne Naef, Barbara Hannigan, Donatienne Michel-Dansac und Meinard Kraak.

Judith Scherrer (Sopran II)

Judit Scherrer stammt aus der rätoromanischen Schweiz und studierte Gesang am Konservatorium in Feldkirch, sowie am Sweelinck-Conservatorium van Amsterdam und schloss das Konzertdiplom jeweils mit Auszeichnung ab.
Für ihr umfangreiches musikalisches Schaffen erhielt sie den Förderungspreis des Kantons Graubünden, den Preis der CRR, den Aurax-Preis und war Preisträgerin des Migros-Genossenschafts-Bundes.
Die Lied- und Oratoriumsängerin, die jedoch auch in der Opernwelt zu hören ist, trat als Solistin bereits bei bedeutenden internationalen Festivals auf wie z.B. Styriarte, Resonanzen Wien, Osterklangfest Wien, Origen Festival Cultural, Automne Musical du Château de Versailles, Psalm Graz, Settembre Musica Torino, Semana de musica religiosa Cuenca, Rencontres Musicales de Vezelay, Les nuits de la Citadelle Sisteron, Festival de Noirlac, Festival de Musique Baroque Ambronay, Internationale Festtage B. Martinu Basel, Bodenseefestival, Festival de l’Abbaye de Fontmorigny, Festival des Cathedrales de Picardie, Festival Menhir.
Judit Scherrer arbeitet mit Dirigenten wie Jordi Savall/Hesperion XXI/Le Concert des Nations, Michel Corboz/Ensemble Vocal et Instrumental de Lausanne, Clau Scherrer/Origen Ensemble, Alfredo Bernardini, Jörg Hannes Hahn/Bachakademie Stuttgart, Hayko Siemens/Orch. „La Banda“, Manfred Honeck, Gerard Korsten, Christoph Eberle/Symphonieorchester Bregenz u.a.

Anja Powischer (Alt)

Anja Powischer, in Kreuzlingen aufgewachsen, studierte zu Beginn bei Prof. Liliane Zürcher an der Musikhochschule Luzern. Nach der Erlangung des Lehrdiploms mit Auszeichnung führte sie ihr Studium bei Prof. Werner Güra an der Zürcher Hochschule der Künste fort und schloss dort den Master of Art in Music Performance (Konzertdiplom) mit Höchstnote und Auszeichnung ab.
In Meisterkursen bei Margreet Honig, Jan Schultsz, Anne Sofie von Otter, Andreas Scholl, Hartmut Höll, Vessela Zlateva und John Norris erhielt sie weitere prägende Impulse.
Nebst pädagogischer Tätigkeit im Bereich Stimmbildung und Körperarbeit, geht sie einer regen Konzerttätigkeit im In- und Ausland nach. Mit Meisterwerken wie Elias, Paulus, dem Mozartrequiem etc. trat sie mehrfach in den grossen Konzertsälen (KKL, Tonhalle etc.) der Schweiz auf. Des Weiteren war sie im Rahmen des Lucerne Festivals wie auch im Schweizer Fernsehen SRF 1 mit geistlichen Werken zu hören.
Vom Barock bis zur Neuzeit erstreckt sich ihr vielseitiges Repertoire. Ihr Herz schlägt jedoch für die Literatur J. S. Bachs, sowie für Werke der Hoch- & Spätromantik, welcher sie in ihrem Liedschaffen besondere Beachtung schenkt.

Lisa Weiss (Alt)

Die gebürtige Österreicherin Lisa Weiss besuchte zunächst das Musikgymnasium Innsbruck, das sie mit der Matura abschloss. Als Kontrabassistin spielte sie unter anderem in dem Orchester des Musikgymnasiums, dem Konservatoriums-Orchester unter Tiro Ceccherini, dem Tiroler Sinfonieorchester und dem Schweizer Jugendsymphonie Orchester unter Kai Buhmann.
Im Alter von 16 Jahren gewann sie als Mitglied eines 8-köpfigen Vokalensembe den ersten Preis mit Auszeichnung beim Bundeswettbewerb von Prima la Musica. Im selben Jahr konnte sie ebenfalls ihre ersten Erfahrungen als Alt-Solistin mit dem Kammerchor des Musikgymnasiums in J.S.Bachs “Actus Tragicus” sammeln.
2007 begann sie ihr Kontrabass Studium bei Walter Rumer und schloss dieses 2012 am Mozarteum Innsbruck mit Auszeichnung ab.
Zusätzlich genoss sie ein Jahr lang Gesangsunterricht bei Sebastien Soules am Tiroler Landeskonservatorium. Angetrieben von der Freude am Singen, zog sie 2010 nach Basel, um dort Gesang an der Schola Cantorum Basiliensis zu studieren. Sie sang unter anderem unter der Leitung von Andrea Marcon bei Vivaldis „Juditha Triumphans“ mit und wirkte im März 2012 bei dem Projekt „Grand Siecle“ unter der Leitung von Hervé Niquet mit. Erste Opernerfahrung sammelte sie als Cherubino in der Oper „Le Nozze di Figaro“ (Regie Sebastien Soules) und in der Produktion der Oper „La Liberazione di Ruggiero dall´ Isola d´Alcina“ unter der Leitung von Giorgio Paronuzzi.
Lisa hat Meisterkurse bei Margreet Honig, Alessandro de Marchi, Gabriel Garrido, Rosa Dominguez, Sarah Maria Sun, Werner Güra und Wessela Zlateva besucht, ist fixes Mitglied der Vokalakademie Berlin und des Barock Ensembles Klingzeug.
Im Herbst 2012 wechselte sie an die Zürcher Hochschule der Künste, um ihr Gesangsstudium bei Werner Güra weiter zu führen. Dieses Bachelorstudium schloss sie im Juni 2014 mit Auszeichnung ab und setzt es gerade mit Werner Güra im Master fort.
Neben ihrer Beschäftigung mit klassischer und Alter Musik ist sie auch sehr an populärer und Neuer Musik interessiert. Mit ihrem Duo Twi:Ni setzt sie zusammen mit Sophia Goidinger-Koch (Violine) ihre eigenen Texte in Musik um.

Jakob Pilgram (Tenor)

Der Tenor und Dirigent Jakob Pilgram wohnt und wirkt derzeit in Basel, wo er sich daselbst einst die Fertigkeiten und das Geschick eines künstlerischen Daseins aneignete. Schon als Kind interessierte er sich für Zahlen – was ihn beinahe Mathematik statt Musik studieren lassen sollte – und so lernte er bereits früh den Umgang mit diversen rhythmischen Formen und Strukturen musikalischer Kompositionen.
Im Rahmen der Ausbildung erweiterte und ergänzte er seine Fähigkeiten und beschäftigte sich mit allen Tonarten des Quintenzirkels, deren intonationssichere und ausdruckstarke Interpretation er bis hin zu sechs Vorzeichen innerhalb eines Umfangs von 98 bis 466 Hertz bei maximal 110 Dezibel fliessend beherrscht. Sein besonderes Interesse gilt dabei dem Repertoire von largo assai über andante sostenuto bis hin zu molto vivace.
Jakob Pilgram besuchte Meisterkurse zu Themen wie „Rubato – ma non troppo!“, „Hemiolen – Erkennen und Umsetzen“ oder „Kadenzen kredenzen“. Neben seinem grossen musikalischen Wissen eignete er sich zudem weitreichende Kenntnisse in Bereichen der Medizin wie der Oro-Rhyno-Laryngologie, der Respiratio Diaphragmae sowie dem Einsatz von Antiphlogistika an.
Jakob Pilgram arbeitet solistisch gleichermassen gerne wie im Team und ist sich gewohnt, auch unter stressigen Koloratursituationen einen kühlen Kehlkopf zu bewahren.

Lothar Burtscher (Bass)

Der österreichische Bariton Lothar Burtscher wurde 1985 in Bludenz geboren.
Mit 16 Jahren begann er am Landeskonservatorium für Vorarlberg  Gesang zu studieren. Daneben erhielt er Privatunterricht unter anderem KS Alfred Sramek und machte Meisterkurse bei Ingomar Rainer, Helmut Wildhaber, Otto Schenk, Robert Holl und Kurt Widmer.
Im  Herbst 2014 schloss er sein Gesangsstudium, im Bereich Lied und Oratorium, an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien, mit Auszeichnung ab. Im Rahmen des Studiums konnte er als ‚Kreon‘ in „L’anima del filosofo“ von Joseph Haydn(Schlosstheater Schönbrunn), als ‚Schwanlack‘ in der Welturaufführung des Stückes  „Mae Mona“ von Christoph Ehrenfellner(Neue Studiobühne), als ‚König‘ in „Die Kluge“ von Carl Orff(Neue Studiobühne) auf sich aufmerksam machen.  Des weiteren war er schon als ‚Filiberto‘ in G. Rossinis „Il signore Bruschino“(Sommeroper Schärding), ‚Masetto‘ in „Don Giovanni“(Opernwerkstatt Wien), ‚Don Giovanni‘ in „Don Giovanni alla breve“(Sommertraum-Festival am Semmering), ‚Enrico‘ in J.Haydns „L’isola disabitata“(Hainburg), Kuppelwiser im „Dreimäderlhaus“(Schlossfestspiele Langenlois) und Falke in „Die Fledermaus“ (Schlosstheater Schönbrunn) zu hören.
Zahlreiche Konzerte, Liederabende und kirchenmusikalische Auftritte im In-und Ausland, gehören ebenso zu seinem bisherigen Werdegang, wie langjährige Chorerfahrungen im Bregenzer Kornmarktchor, Chor der Innsbrucker Festwochen, Chorus Sine Nomine und im Arnold Schönberg Chor.
Auch einige Auftritte mit der iPop-Stageband, in dessen Rahmen er selbstkomponierte Songs zum Besten gab, zeigen seine umfassende musikalische Gewandtheit. Weitere Informationen unter www.lotharburtscher.com

Die Ensemblesänger

Jeannine Camenzind (Sopran I)

Jeannine Camenzind wuchs in Maienfeld GR auf. Nach zwei Jahren Vorstudium Gesang  in Zürich und Winterthur begann sie im Herbst 2007 das Bachelor-Studium mit Hauptfach Gesang bei Prof. Liliane Zürcher in Luzern. Ab Sept. 2010 studiert Jeannine Camenzind an der Hochschule der Künste in Bern bei Prof. Christian Hilz. Im Juni 2012 schloss sie den Master Gesangspädagogik mit Auszeichnung ab. Gleichzeitig studierte sie in Biel am Opernstudio. Im Sept. 2012 begann sie mit dem Master Performance, den sie im Juni 2014 ebenfalls erfolgreich abschloss. Als Gesangslehrerin arbeitet sie  am Konsi Bern und der Musikschule Schwyz. Ihre rege Tätigkeit als Sängerin führt sie durch die Schweiz und ins angrenzende Ausland. Unter anderem konzertierte sie im Yehudi Menuhin Forum in Bern im Rahmen einer Liederstunde, in der Liebfrauenkirche in München mit dem Domchor, im Münster Bern im Rahmen der Abendmusiken mit dem Berner Kammerchor, in der Klosterkirche Einsiedeln mit dem Berner Kantatenchor und mit dem Ensemble La Partita in der Chiesa Santa Maria dei Miracoli in Venedig.

Annina Künzi (Sopran II)

A. Künzi ist im Emmental aufgewachsen und erhielt ihre erste musikalische Ausbildung (klassische Gitarre und Gesang) an der Musikschule Oberemmental.
Eine erste Konzertreise führte sie im Sekundarschulalter mit Gitarre und Stimme nach Antalya (Türkei). Ihr Studium absolvierte Annina an der Hochschule für Musik in Basel. Sie hat die Fächer Sologesang (Pädagogik und Konzertfach) und Schulmusik II erfolgreich abgeschlossen und dufte ihre Ausbildung mit Meisterkursen bei Margreet Honig, Kurt Widmer und Ulrich Koella abrunden. Ausbildungsbegleitend war Annina sowohl als Jugendchorleiterin wie auch als Gesangslehrerin an der Musikschule Oberemmental und am Münster Basel tätig. Es folgte ein Nachdiplomstudium an der Universität für Musik und darstellenden Kunst in Wien, wo sie in diversen Produktionen engagiert wurde.
Seit ihrem Studienabschluss 2012 in Wien singt Annina regelmässig Konzerte in Wien und in der Schweiz (u.a. Solistin beim Bach Ensemble, Luzern (Dirigent: Franz Schaffner) und dem Basler Gesangsverein (Dirigent: Adrian Stern)).
Im Sommer 2014 war sie in der Produktion von "Ohpera" in Wien als Pamina in Mozarts Zauberflöte engagiert (Dirigenten: Florian Krumpöck / Vinicius Kattah, Regie: Nina Sengstschmid).
Ihre künstlerischen Tätigkeiten führten Annina als Solistin nach Bolivien (Cochabamba, Sucre und La Paz), ans Theater Basel (in „Meisterklasse“ von Terrence McNally „eine Sopranistin“, Regie: Tom Ryser), mit zwei Kinderoperproduktionen nach Deutschland, mit dem Philharmonia Chor (Wien) an die Salzburger Festspiele und mit verschiedenen Kammermusik-Formationen schliesslich in ihre Heimat, an die "Langnauer - Kammermusikabende".
Sie ist Gewinnerin eines Studienpreises des Migros - Kulturprozent (Zürich).
Seit August 2014 ist Annina bei der Stimmwerkbande in Tamins als Chorleiterin und Sologesangslehrerin engagiert.

Mathias Lüdi (Tenor)

Matthias Lüdi (*1985) erhielt seine erste Gesangsausbildung im Alter von 8 Jahren als Knabensopran bei den Solothurner Singknaben. Seit 2005 lebt und wirkt der gelernte Kaufmann und angehende Sekundarlehrer als Ensemblesänger und Musikpädagoge in Basel. Der Tenor ist  Mitglied in zahlreichen Ensembles und Chören und tritt auch solistisch in Erscheinung. Matthias Lüdi konzertiert regelmässig mit dem Chor der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen sowie dem Vokalensemble larynx Basel.

 
 
Philippe Alexandre Rayot (Bass)

Philippe A. Rayot studierte an der Hochschule für Musik Basel (HSM) Chorleitung, Schulmusik und Gesang. Er ist als freischaffender Künstler in diversen Ensembles wie larynx-basel, cantuccini, Origen und im Chor der Bachstiftung ZH aktiv. Er ist zudem Leiter des neuen Männerchores junge tafelrunde in Basel und des Jazzchores Lörrach. Seit 2010 ist er als Korrepetitor der Dirigierklassen von Raphael Immoos an der HSM tätig und assistiert Susanne Würmli-Kollhopp bei deren Leitung der Jugendchöre der Musikakademie Basel. Davor war Philippe A. Rayot Vizedirigent der Knabenkantorei Basel und Assistent im Schweizer Jugendchor.